Tyndall-Effekt bei Fillern: Was ist das, wie kann man ihn vermeiden und behandeln?
Obwohl Filler in der Regel sicher sind, können Nebenwirkungen auftreten – darunter der sogenannte Tyndall-Effekt. Dieses Phänomen kann zu einer unerwarteten bläulichen Verfärbung der Haut führen, was natürlich erschreckend sein kann.
In diesem Artikel erfährst du:
Was der Tyndall-Effekt ist
Wie er entsteht
Wie man ihn vermeiden kann
Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt
Der Tyndall-Effekt wurde ursprünglich in einem anderen wissenschaftlichen Bereich entdeckt als der Medizin. Er geht auf den irischen Physiker John Tyndall aus dem 19. Jahrhundert zurück. Er beschrieb das Phänomen als eine optische Erscheinung, bei der Licht durch Partikel in einem Kolloid oder einer feinen Suspension gestreut wird.
In der ästhetischen Medizin bezeichnet man damit die bläuliche Verfärbung der Haut, die auftritt, wenn Hyaluronsäure-Filler zu oberflächlich injiziert werden. Das Licht wird durch die Hyaluronsäure-Partikel gestreut, wodurch eine bläuliche Tönung entsteht. Besonders sichtbar ist dieser Effekt in Hautbereichen mit dünnerer Haut, wie z. B. unter den Augen.
Die Hauptursache für den Tyndall-Effekt ist eine zu oberflächliche Platzierung des Fillers. Befindet sich die Hyaluronsäure zu nah an der Hautoberfläche, wird das Licht stärker gestreut – die Folge ist eine bläuliche Verfärbung.
Nicht alle Filler verursachen den Tyndall-Effekt. Hyaluronsäure-Filler sind besonders anfällig dafür, da ihre Partikel Licht brechen und streuen. Andere Filler, wie z. B. Calciumhydroxylapatit (Radiesse) oder Poly-L-Milchsäure (Sculptra), haben eine andere Wirkweise und lösen diesen Effekt nicht aus.
Die Erfahrung des Arztes oder der Ärztin spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Ein erfahrener Spezialist weiß genau, wie tief und mit welcher Technik der Filler injiziert werden muss, um den Tyndall-Effekt zu vermeiden.
Was kannst du tun, wenn du nach einer Filler-Behandlung den Tyndall-Effekt bemerkst? Der erste Schritt ist immer die Rücksprache mit deinem behandelnden Arzt oder deiner Ärztin. Mögliche Lösungsansätze sind:
In manchen Fällen verschwindet der Tyndall-Effekt von selbst, wenn sich die Hyaluronsäure allmählich abbaut. Wie lange das dauert, lässt sich nicht genau vorhersagen. Bis dahin kann Make-up helfen, die Verfärbung vorübergehend zu kaschieren.
Wer nicht warten möchte, kann die Filler mit Hyaluronidase auflösen lassen. Dieses Enzym baut Hyaluronsäure gezielt ab, wodurch die Verfärbung verschwindet.
Der beste Weg, den Tyndall-Effekt zu vermeiden, ist eine fachkundige Behandlung. Achte bei der Wahl deines Arztes oder deiner Ärztin darauf, dass sie über ausreichend Erfahrung mit Fillern verfügen.
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