
Haarfiller sind injizierbare Präparate, die im Rahmen bestimmter Behandlungen gegen dünner werdendes Haar angeboten werden. Sie werden mit feinen Injektionen in die Kopfhaut eingebracht. Je nach Produkt können sie unter anderem Peptide, Hyaluronsäure oder andere Wirkstoffe enthalten.
Ziel der Behandlung ist es, die Bedingungen rund um die Haarfollikel zu unterstützen. Ob eine Behandlung geeignet ist und welche Veränderung realistisch erwartet werden kann, hängt jedoch stark von der Ursache des Haarausfalls ab.
Vor einer Haarfiller-Behandlung sollte deshalb ärztlich abgeklärt werden, warum die Haare ausfallen. Haarfiller ersetzen weder eine medizinische Diagnose noch eine notwendige Behandlung der zugrunde liegenden Ursache.
Einen Überblick über weitere injizierbare Behandlungen finden Sie auf der Seite Filler-Behandlung.
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Der Begriff Haarfiller wird für unterschiedliche injizierbare Präparate verwendet. Die genaue Zusammensetzung und das empfohlene Behandlungsschema unterscheiden sich je nach Produkt.
Bekannte Produktnamen sind beispielsweise:
XL Hair
Dr. CYJ Hair Filler
andere mesotherapeutische Präparate für die Kopfhaut
Haarfiller dürfen nicht mit klassischen Dermalfillern zur Behandlung von Gesichtskonturen verwechselt werden. Sie sollen kein Volumen unter der Kopfhaut aufbauen, sondern werden mit einem anderen Behandlungsziel eingesetzt.
Die Präparate werden in kleinen Mengen an mehreren Stellen der Kopfhaut injiziert. Die Behandlung kann manuell oder mit einem geeigneten Injektionsgerät durchgeführt werden.
Behandlung | Verwendetes Material | Grundidee |
|---|---|---|
Haarfiller | industriell hergestelltes Präparat mit produktabhängigen Wirkstoffen | Unterstützung der Kopfhaut und der Haarfollikel |
Mesotherapie | unterschiedliche Wirkstoffkombinationen | Wirkstoffe werden oberflächlich in die Kopfhaut eingebracht |
PRP | aufbereitetes Eigenblutplasma | Nutzung körpereigener Blutbestandteile |
Haartransplantation | körpereigene Haarfollikel | operative Verlagerung von Haarwurzeln |
Diese Verfahren sind nicht direkt austauschbar. Welche Behandlung infrage kommt, hängt von der Diagnose, dem Ausmaß des Haarausfalls und den persönlichen Erwartungen ab.

Der medizinische Fachbegriff für Haarausfall ist Alopezie. Haarausfall kann viele verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören erbliche Faktoren, Erkrankungen, Medikamente, hormonelle Veränderungen, Mangelzustände oder eine dauerhafte mechanische Belastung der Haare.
Form oder Ursache | Typische Beschreibung | Bedeutung für Haarfiller |
Androgenetische Alopezie | erblich bedingtes, fortschreitendes Ausdünnen | Haarfiller werden teilweise ergänzend angeboten |
Diffuser Haarausfall | gleichmäßiger Haarverlust am gesamten Kopf | Ursache sollte zunächst medizinisch abgeklärt werden |
Alopecia areata | klar begrenzte kahle Stellen | erfordert dermatologische Diagnose und Behandlung |
Vernarbender Haarausfall | Zerstörung oder Vernarbung der Haarfollikel | Haarfiller sind normalerweise keine geeignete Standardbehandlung |
Traktionsalopezie | Haarverlust durch dauerhaften Zug | Belastung muss zunächst reduziert werden |
Medikamentenbedingter Haarausfall | zeitlicher Zusammenhang mit Medikamenten | medizinische Ursache muss geprüft werden |
Haarfiller sind nicht für jede Form von Haarausfall geeignet. Besonders bei plötzlich auftretendem, starkem, fleckigem oder entzündlichem Haarausfall sollte zuerst eine dermatologische Untersuchung erfolgen.
Hinweise zur Auswahl eines qualifizierten Behandlers finden Sie unter Filler-Arzt.
Eine Sitzung kann je nach Fläche, Produkt und Injektionstechnik unterschiedlich lange dauern. Während der Behandlung sind mehrere kleine Injektionen in die Kopfhaut erforderlich.
Mögliche Empfindungen sind:
kurze Stiche
Druck
Brennen
Spannungsgefühl
vorübergehende Empfindlichkeit
Nach der Behandlung können kleine Einstichstellen, Rötungen, Druckempfindlichkeit oder leichte Schwellungen auftreten. Die Intensität und Dauer unterscheiden sich von Person zu Person.
Einige Produkte werden als Behandlungsserie angeboten. Anzahl und Abstand der Sitzungen sollten sich an den Herstellerinformationen, der ärztlichen Beurteilung und dem individuellen Behandlungsplan orientieren.
Haarwachstum entwickelt sich langsam. Eine Behandlung sollte deshalb nicht nach wenigen Tagen beurteilt werden.
Ob und wann eine Veränderung sichtbar wird, hängt unter anderem ab von:
Ursache des Haarausfalls
Zustand der Haarfollikel
verwendetem Produkt
Anzahl und Abstand der Sitzungen
gleichzeitig eingesetzten Behandlungen
individuellem Haarzyklus
Ein sichtbares Ergebnis kann nicht garantiert werden. Fehlende Veränderungen können bedeuten, dass die Ursache des Haarausfalls anders behandelt werden muss.
Die Kosten hängen von der verwendeten Marke, der Produktmenge, der Größe des behandelten Bereichs und der Anzahl der Sitzungen ab.
Wichtige Kostenfaktoren sind:
Produkt und Hersteller
Produktmenge pro Sitzung
Anzahl der empfohlenen Sitzungen
Größe des Behandlungsbereichs
ärztliche Untersuchung und Beratung
mögliche Kontrolltermine
Standort der Klinik
enthaltene Nachsorge
Prüfen Sie, ob sich ein angegebener Preis auf eine einzelne Sitzung oder eine vollständige Behandlungsserie bezieht. Fragen Sie außerdem, welches Produkt und welche Menge im Preis enthalten sind.
Mögliche vorübergehende Reaktionen sind Rötungen, Schwellungen, Blutergüsse, Druckempfindlichkeit oder kleine Einstichstellen. Darüber hinaus können unter anderem Infektionen, allergische Reaktionen oder anhaltende Beschwerden auftreten.
Kontaktieren Sie die behandelnde Praxis bei:
starken oder zunehmenden Schmerzen
ausgeprägter oder länger anhaltender Schwellung
deutlicher Überwärmung oder Rötung
nässenden oder entzündeten Einstichstellen
ungewöhnlichen Hautveränderungen
anderen unerwarteten Beschwerden
Haarfiller können vorhandene Haarfollikel möglicherweise unterstützen, aber keine vollständig verlorenen oder vernarbten Haarfollikel zuverlässig wiederherstellen. Die wissenschaftliche Evidenz kann sich außerdem je nach Produkt unterscheiden.
Vergleichen Sie deshalb Qualifikation, Beratung, Produktangaben, Behandlungsplan und Nachsorge. Eine ausführliche Checkliste finden Sie unter Filler-Klinik auswählen.
Haarfiller sind injizierbare Präparate für die Kopfhaut. Je nach Produkt enthalten sie unterschiedliche Wirkstoffe und werden mit dem Ziel angeboten, die Bedingungen rund um vorhandene Haarfollikel zu unterstützen.
Die mögliche Wirkung hängt von der Ursache des Haarausfalls, dem Zustand der Haarfollikel, dem verwendeten Produkt und dem Behandlungsplan ab. Ein sichtbares Haarwachstum kann nicht garantiert werden.
Nach einer medizinischen Beurteilung wird das Präparat mit mehreren kleinen Injektionen in ausgewählte Bereiche der Kopfhaut eingebracht. Anschließend erhalten Sie individuelle Nachsorgehinweise.
Die Anzahl richtet sich nach dem verwendeten Produkt und dem individuellen Behandlungsplan. Manche Produkte werden als Serie mehrerer Sitzungen angeboten. Das genaue Schema sollte ärztlich besprochen werden.
Die Kosten hängen von Produkt, Menge, Behandlungsfläche und Anzahl der Sitzungen ab. Prüfen Sie, ob ein Preis für eine einzelne Sitzung oder eine vollständige Behandlungsserie gilt.
Nein. Bei Haarfillern wird ein Präparat in die Kopfhaut injiziert. Bei einer Haartransplantation werden vorhandene Haarfollikel operativ in andere Bereiche versetzt.
Haarfiller verwenden ein industriell hergestelltes Präparat. Bei PRP wird aufbereitetes Plasma aus dem eigenen Blut eingesetzt. Beide Verfahren haben unterschiedliche Behandlungsansätze.
Das lässt sich nicht allein anhand des sichtbaren Haarverlusts bestimmen. Zuerst sollte die Ursache ärztlich diagnostiziert werden. Haarfiller sind nicht für jede Form von Haarausfall geeignet.
Haarfiller können keine neuen Haarfollikel erzeugen. Sie werden mit dem Ziel eingesetzt, die Bedingungen rund um noch vorhandene Haarfollikel zu unterstützen.
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