Ich bin zutiefst enttäuscht von diesem Krankenhaus.
Meine Begleitperson und ich sind mit einem akuten medizinischen Anliegen in die Klinik gefahren. Sie litt unter starken abdominalen Beschwerden, ausgeprägter Übelkeit, war kaum kommunikationsfähig, zeitweise delirant, hatte starken Schwindel, Parästhesien in beiden Armen sowie ein intensives brennendes Gef...
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Ich bin zutiefst enttäuscht von diesem Krankenhaus.
Meine Begleitperson und ich sind mit einem akuten medizinischen Anliegen in die Klinik gefahren. Sie litt unter starken abdominalen Beschwerden, ausgeprägter Übelkeit, war kaum kommunikationsfähig, zeitweise delirant, hatte starken Schwindel, Parästhesien in beiden Armen sowie ein intensives brennendes Gefühl am gesamten Körper. Der Zustand war eindeutig ernst und beängstigend.
Der Empfang wirkte zunächst freundlich und verständnisvoll, doch diese Haltung ließ schnell nach. In der Notaufnahme wurde mir von der Mitarbeiterin an der Anmeldung wörtlich gesagt, „mit sowas kommt man nicht ins Krankenhaus, das muss man zu Hause aussitzen“. Ich nahm diese Aussage stillschweigend hin, obwohl sie mich innerlich tief traf. Stattdessen erhielt ich ungefragte Ratschläge zur „Behandlung“.
Ich entschuldigte mich, trotz meiner inneren Wut, und bekam als Antwort lediglich: „Alles gut, dann wissen Sie es fürs nächste Mal.“
Währenddessen befand sich meine Begleitperson körperlich und psychisch an einem absoluten Tiefpunkt.
Trotzdem wurde sie zunächst aufgenommen. Mir wurde gesagt, sie müsse 2–3 Tage stationär bleiben. Etwa 60 Minuten später erhielt ich einen Anruf von ihr: Sie sei entlassen worden, es gehe ihr weiterhin schlecht, und sie sitze nun allein am Empfang.
Als ich eintraf, saß sie tatsächlich genau dort genauso, wie ich sie zuvor zurückgelassen hatte. Allein, sichtbar geschwächt, ohne Unterstützung, ohne dass sich jemand kümmerte.
So etwas zu sehen ist schlicht erschütternd. An einem Ort, an dem man Hilfe erwartet, fühlt man sich im Stich gelassen.
Meine Wahrnehmung dieses Krankenhauses ist nicht allein durch das aktuelle Ereignis geprägt, sondern auch durch frühere eigene Erfahrungen vor Ort. Ein dort absolviertes 3 Monats Praktikum zählt rückblickend zu der schlimmsten Station meiner bisherigen beruflichen Laufbahn. Ich war versuchtem Mobbing von Kollegen ausgesetzt, mir wurde Verantwortung übertragen, die in keiner Weise einem Praktikanten zusteht und ich befand mich in Situationen, in denen ich faktisch allein für die ganze Stationen zuständig war. Diese Zeit führte dazu, dass ich mir damals fest vorgenommen habe, dieses Krankenhaus nie wieder zu betreten.
Es tut mir leid für die engagierten, freundlichen und professionellen Menschen, die dort arbeiten. Sie existieren, ohne Zweifel. Doch leider überwiegen in meiner Erfahrung die negativen Erlebnisse deutlich.
Einziger Lichtblick waren die Damen der Notfallpraxis. Sie waren empathisch, aufmerksam und haben meiner Begleitperson spürbar Leid und Angst genommen. Dafür bin ich sehr dankbar.
Dennoch bleibt unterm Strich eine Erfahrung zurück, die sich für uns beide traumatisch anfühlt
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