Ich hatte über die 116117 mit einem Vermittlungscode einen Termin in dieser Praxis. Den Vermittlungscode habe ich von einem Arzt erhalten, bei dem ich erstmals und auf eigene Kosten ein Hautkrebsscreening durchführen ließ – es handelte sich also nicht um meinen langjährigen oder „privaten“ Hausarzt. Im Rahmen dieses Screenings wurde mir aufgrund einer Veränd...
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Ich hatte über die 116117 mit einem Vermittlungscode einen Termin in dieser Praxis. Den Vermittlungscode habe ich von einem Arzt erhalten, bei dem ich erstmals und auf eigene Kosten ein Hautkrebsscreening durchführen ließ – es handelte sich also nicht um meinen langjährigen oder „privaten“ Hausarzt. Im Rahmen dieses Screenings wurde mir aufgrund einer Veränderung eines Muttermals ausdrücklich empfohlen, dieses entfernen zu lassen. Für den Termin bin ich rund 40 km angereist.
Bereits zu Beginn des Termins kam es zu einer für mich sehr unangenehmen Situation: Meine Begleitperson und ich waren zunächst unsicher, ob er mit ins Behandlungszimmer darf. Als meine Begleitperson im Türrahmen stehen blieb, erlaubte die medizinische Fachangestellte ausdrücklich, hereinzukommen, und wies ihn an, auf einem Hocker Platz zu nehmen. Als die Ärztin den Raum betrat, reagierte sie jedoch sofort sehr irritiert auf die Anwesenheit der Begleitperson und stellte diese direkt infrage. Obwohl wir ruhig erklärten, dass dies zuvor von der MFA so erlaubt wurde und die Begleitperson selbstverständlich den Raum verlässt, wenn es nicht erwünscht ist, empfand ich den Umgangston als schroff und befremdlich.
Noch bevor sich die Ärztin das Muttermal überhaupt angesehen hatte, hatte ich deutlich den Eindruck, dass mir unterstellt wurde, ich hätte mir die Überweisung und den Vermittlungscode lediglich geben lassen, um eine „kostenlose“ Entfernung zu erhalten. Dieser Eindruck war besonders irritierend, da ich das Hautkrebsscreening selbst bezahlt habe und zudem die weite Anfahrt bewusst in Kauf genommen habe. Wäre es mir lediglich um eine kostenlose Entfernung gegangen, hätte ich mir diesen Aufwand ersparen und direkt einen entsprechenden Termin vereinbaren können. Zudem ich seit 30 Jahren mit diesem Muttermal lebe, wenn es mich so sehr gestört hätte, dann hätte ich es mir schon lange entfernen lassen.
Statt einer vorurteilsfreien medizinischen Einschätzung wurde mein Anliegen sehr schnell abgewiesen. Zusätzlich hatte ich das Gefühl, mit dem Hinweis auf eine mögliche Nachsorge und weitere notwendige Anfahrten von der Behandlung abgehalten werden zu sollen. Dass eine Nachsorge mit zusätzlichem Aufwand verbunden sein kann, war mir bewusst und wäre für mich kein Ausschlusskriterium gewesen.
Trotz meiner Erklärung, dass sich das Muttermal verändert und vergrößert hat und mir im Rahmen des Screenings ausdrücklich zu einer Entfernung geraten wurde, wurde mir gesagt, es handele sich um „nichts“, und eine Entfernung wurde kategorisch abgelehnt. Stattdessen wurde ich an einen plastischen bzw. ästhetischen Chirurgen verwiesen.
Nach der weiten Anfahrt, den eigenen Kosten für das Screening und der klaren Empfehlung war dieser Termin für mich sehr enttäuschend. Ich hätte mir eine sachliche, vorurteilsfreie Untersuchung, mehr Empathie und eine respektvolle Kommunikation gewünscht.
Insgesamt habe ich mich leider nicht ernst genommen und nicht gut aufgehoben gefühlt.
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