Absolute Enttäuschung – so geht man mit Patienten nicht um!
Selten habe ich eine Arztpraxis erlebt, in der Patienten derart inkompetent, widersprüchlich und ohne jede Transparenz behandelt werden. Nicht die eigentliche medizinische Entscheidung ist für diese Bewertung ausschlaggebend, sondern die Art und Weise, wie mit uns umgegangen wurde. So etwas habe ic...
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Absolute Enttäuschung – so geht man mit Patienten nicht um!
Selten habe ich eine Arztpraxis erlebt, in der Patienten derart inkompetent, widersprüchlich und ohne jede Transparenz behandelt werden. Nicht die eigentliche medizinische Entscheidung ist für diese Bewertung ausschlaggebend, sondern die Art und Weise, wie mit uns umgegangen wurde. So etwas habe ich in einer Arztpraxis bisher noch nicht erlebt.
Meine Frau stellte sich Anfang dieser Woche aufgrund eines kreisrunden Haarausfalls in der Praxis vor. Nach der Untersuchung empfahl der Hautarzt eine Behandlung mit einer Cortison-Creme sowie zusätzlich Prednisolon-Tabletten. Da meine Frau stillt, erklärte er ausdrücklich, sie solle vorher Rücksprache mit ihrer Frauenärztin halten. Sobald diese zustimme, könne sie wiederkommen und das Rezept erhalten.
Also haben wir genau das getan. Die Frauenärztin bestätigte nach Prüfung ausdrücklich, dass die Einnahme in unserem Fall möglich ist sofern nach Einnahme eine 3-4 stündige Stillpause eingelegt wird. Mit dieser Information kam meine Frau wie vom Hautarzt gefordert erneut in die Praxis.
Und plötzlich wollte davon niemand mehr etwas wissen.
Statt des angekündigten Rezepts wurde ihr lediglich mitgeteilt, dass der Arzt jetzt keine Zeit habe & Prednisolon während der Stillzeit grundsätzlich nicht verschreiben werde, weil er “die Verantwortung nicht übernehmen möchte”. Eine nachvollziehbare medizinische Begründung? Fehlanzeige. Eine Erklärung, warum man erst eine zusätzliche Rücksprache bei der Frauenärztin verlangt, wenn das Ergebnis anschließend ohnehin ignoriert wird? Ebenfalls Fehlanzeige.
Daraufhin bin ich heute selbst in die Praxis gefahren, um das Missverständnis in einem persönlichen Gespräch mit dem Arzt zu klären. Doch dazu kam es gar nicht. Der Arzt war nicht einmal bereit, mit mir zu sprechen. Stattdessen wurde erneut seine Assistenz vorgeschickt. Diese konnte mir auf keine meiner Fragen eine plausible Antwort geben und wiederholte lediglich, dass der Arzt das so entschieden habe.
Gleichzeitig wurde meiner Frau ernsthaft ein weiterer Termin für kommende Woche angeboten.
Auf meine berechtigte Frage, welchen Sinn ein erneuter Termin haben soll, wenn die Diagnose längst feststeht und der Arzt bereits entschieden hat, das Medikament unabhängig von der Rückmeldung der Frauenärztin nicht zu verschreiben, erhielt ich keine Antwort. Stattdessen blieb es bei einem lapidaren: “Das hat der Arzt so gesagt.”
Ganz ehrlich: Warum schickt man eine stillende Mutter überhaupt noch einmal zur Frauenärztin, wenn deren Einschätzung am Ende offensichtlich überhaupt keine Rolle spielt? Warum lässt man sie erneut mit einem Säugling in die Praxis kommen, obwohl die Entscheidung offenbar längst feststand? Das kostet Zeit, Nerven und Vertrauen – völlig unnötig.
Selbstverständlich hat jeder Arzt das Recht, eine Verordnung abzulehnen. Aber dann sollte er dazu auch stehen, dies seinem Patienten persönlich erklären und von Anfang an klar kommunizieren. Sich stattdessen zweimal in Folge hinter seinem Praxispersonal zu verstecken und jede persönliche Erklärung zu verweigern, ist für mich schlicht unprofessionell!
Aber bekanntlich kann man mit unangenehmen Gesprächen von Angesicht zu Angesicht kein Geld verdienen…
Wir hätten jede medizinisch nachvollziehbare Entscheidung akzeptiert. Was wir nicht akzeptieren können, ist dieser Umgang mit Patienten: widersprüchliche Aussagen, fehlende Transparenz, keine Gesprächsbereitschaft und keinerlei Verantwortungsbewusstsein für den eigenen Kommunikationsfehler.
Diese Praxis wird uns definitiv nicht wiedersehen. Wer Wert auf offene Kommunikation, Verlässlichkeit und einen respektvollen Umgang legt, sollte sich gut überlegen, ob er hier Patient werden möchte.
An der Stelle möchte ich abschließend betonen, dass die Assistenz sehr hilfsbereit war und diese Bewertung einzig und allein dem Arzt Dr. Filsoof gilt und nicht seiner Assistenz!
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