Nach mehreren Jahren als Patientin in dieser Praxis habe ich mich dazu entschieden, nicht mehr dorthin zu gehen. Leider habe ich mich zunehmend nicht ernst genommen und fachlich wie menschlich unzureichend betreut gefühlt. Besonders irritierend war, dass mein äußeres Erscheinungsbild von der behandelnden Ärztin kommentiert wurde obwohl dies in keinerlei Zusa...
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Nach mehreren Jahren als Patientin in dieser Praxis habe ich mich dazu entschieden, nicht mehr dorthin zu gehen. Leider habe ich mich zunehmend nicht ernst genommen und fachlich wie menschlich unzureichend betreut gefühlt. Besonders irritierend war, dass mein äußeres Erscheinungsbild von der behandelnden Ärztin kommentiert wurde obwohl dies in keinerlei Zusammenhang mit der medizinischen Behandlung stand.
Mehrere Hautstellen wurden operativ behandelt, was zu immer wiederkehrenden Beschwerden geführt hat. Die Eingriffe mussten mehrfach wiederholt werden, ohne dass alternative Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt wurden. Erst andere Dermatolog*innen haben mir verschiedene Therapieansätze angeboten, was mir letztlich die Entscheidung erleichtert hat, die Praxis zu wechseln.
Ausschlaggebend für meinen endgültigen Entschluss war jedoch mein letzter Termin: Ich war krankgeschrieben, konnte nicht einmal an der Universität teilnehmen und wollte aus Rücksicht weder das Praxisteam noch andere Patient*innen anstecken. Eine Absage innerhalb von 48 Stunden war gesundheitlich nicht vorhersehbar trotzdem wurde mir eine Gebühr in Rechnung gestellt.
Wie die Situation anschließend gehandhabt wurde, empfand ich als sehr unprofessionell. Zunächst bekam ich per E-Mail einen Ersatztermin, nur wenige Stunden später wurde ich telefonisch von einem männlichen Mitarbeiter in äußerst scharfem Ton kontaktiert mit dem Hinweis, ich müsse nun „zahlen, weil ich abgesagt habe“. Als ich versuchte, den Hintergrund meiner Situation zu erklären, wurde ich unterbrochen und herablassend behandelt fast so, als müsse man mich zurechtweisen statt mir zuzuhören.
Ich habe die Praxis jahrelang im Freundes und Bekanntenkreis empfohlen. Mittlerweile berichten mir viele, dass sie ebenfalls unzufrieden seien etwas, das ich lange nicht wahrhaben wollte. Nach meiner eigenen Erfahrung kann ich die Praxis leider nicht mehr weiterempfehlen. Der Umgang mit Patient*innen wirkt weder empathisch noch professionell, und das Vertrauen, das für eine langfristige Behandlung notwendig ist, wurde bei mir nachhaltig beschädigt.
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Ihre Antwort möchte ich nicht unkommentiert lassen.
Meine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist absolut echt, medizinisch begründet und bei Bedarf problemlos nachprüfbar. Mein Infekt war so ernst, dass mir ausdrücklich geraten wurde, Kontakte zu vermeiden, um niemanden anzustecken. Genau aus Rücksicht auf Ihr Team und Ihre Patient*innen habe ich den Termin kurzfristig abgesagt nicht aus Bequemlichkeit oder mangelnder Wertschätzung. Besonders irritierend finde ich die Behauptung, meine AU sei „nicht echt“. Ich werde daher auf den konkreten Nachweis warten, der diese schwerwiegende Aussage belegen soll. Dies ist nämlich auch strafbar. Sie zwingen mich für die abzockerei die Sie anstellen Sie anzuzeigen. Und wenn Sie meinen das Sie im recht liegen dann tun Sie das !!
Dass diese Rücksichtnahme nun so dargestellt wird, als hätte keine tatsächliche Erkrankung vorgelegen, empfinde ich als respektlos, unfair und persönlich verletzend. Gerade als Psychologiestudentin befasse ich mich täglich mit professioneller Kommunikation, Transparenz und Empathie Eigenschaften, die ich in Ihrer Reaktion leider nicht erkennen konnte.
Die Priorität sollte immer die Gesundheit aller Beteiligten sein. Wenn jedoch ausgerechnet eine Praxis den Eindruck vermittelt, dass finanzielle Aspekte über dem Wohl der Patient*innen stehen, entsteht ein Bild, das für mich sehr irritierend ist. Ich habe meine Gebühr bezahlt, obwohl ich krank war gerade weil ich verantwortungsbewusst handeln wollte.
Ich hoffe ebenfalls, dass Leser*innen sich ein eigenes, reflektiertes Bild machen. Für mich bleibt dieses Thema sehr ernst, da ich mir eine respektvolle Klärung gewünscht hätte, statt einer öffentlichen Unterstellung, die meiner Situation nicht gerecht wird.
Ich hätte mir einen empathischeren, professionelleren Umgang gewünscht vor allem in einem medizinischen Umfeld, in dem Vertrauen und eine wertschätzende Kommunikation zentrale Grundlagen sind.
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