Ich habe diesen Hautarzt aufgesucht wegen wiederkehrender Urtikaria in den Frühjahrs- und Sommermonaten. Leider wurde keine adäquate diagnostische Abklärung durchgeführt. Mir wurde lediglich ein homöopathisches Präparat empfohlen, mit der pauschalen Aussage, dass unklar sei, ob die Symptome dauerhaft verschwinden würden.
Darüber hinaus zeigte sich, dass der...
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Ich habe diesen Hautarzt aufgesucht wegen wiederkehrender Urtikaria in den Frühjahrs- und Sommermonaten. Leider wurde keine adäquate diagnostische Abklärung durchgeführt. Mir wurde lediglich ein homöopathisches Präparat empfohlen, mit der pauschalen Aussage, dass unklar sei, ob die Symptome dauerhaft verschwinden würden.
Darüber hinaus zeigte sich, dass der Arzt offenbar nicht mit der Thematik einer Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO) vertraut ist. Aus medizinischer Sicht ist dies problematisch: SIBO kann die Aufnahme essenzieller Mikronährstoffe erheblich beeinträchtigen und subklinische Mangelzustände verursachen, die sich unter anderem auf die Hautgesundheit auswirken können, z. B. in Form von Akne, entzündlichen Reaktionen oder einer erhöhten Histaminempfindlichkeit. Gerade bei Patienten mit wiederkehrender Urtikaria oder anderen allergischen Symptomen wäre ein Bewusstsein für mögliche gastrointestinale Zusammenhänge und Folgeerscheinungen unerlässlich.
Evidenzbasierte dermatologische und internistische Standards sehen vor, dass relevante Ursachen systematisch untersucht werden, darunter Laboranalysen, Allergietests, Histaminwerte sowie eine gezielte Anamnese möglicher gastrointestinaler Dysbiosen. Eine rein symptomatische Empfehlung ohne Ursachenforschung entspricht nicht dem anerkannten medizinischen Standard und verhindert eine rationale Therapieplanung.
Sollte sich das Ärzteteam dieser Praxis medizinisch weiterbilden wollen, so empfehle ich Lektüre von Dr. Josh Axe "Eat dirt" aus den USA oder das Buch "Der Blutwertecode" von Dr. Thiemo Osterhaus. Wie Dr. Osterhaus in seinem Buch Der Gutwerte-Code beschreibt, ist es leider häufig der Fall, dass Ärzte nach langjähriger Ausbildung und Studium nicht mehr umfassend weitergebildet werden. Dadurch können entscheidende Zusammenhänge, z. B. zwischen Darmgesundheit, Mikronährstoffversorgung und Hautsymptomen, leicht übersehen werden.
Insgesamt vermittelt die "Beratung" den Eindruck, dass klinisch relevante Diagnostik und Zusammenhänge mit dem Mikrobiom und der Nährstoffversorgung nicht stattfinden.
Ich empfehle diesen Arzt nicht weiter.
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