Vor einiger Zeit vereinbarte ich einen Termin aufgrund eines erstmals aufgetretenen Tinnitus. Wenn man erstmals 24/7 von einem Dauerton befallen wird, ist man entsprechend alarmiert. Online liest man überall von der Dringlichkeit, es hätte ja auch reversibel sein können. Es gab für mich keinen Akuttermin.
Vor Ort wurde Wochen später die übliche Diagnostik (g...
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Vor einiger Zeit vereinbarte ich einen Termin aufgrund eines erstmals aufgetretenen Tinnitus. Wenn man erstmals 24/7 von einem Dauerton befallen wird, ist man entsprechend alarmiert. Online liest man überall von der Dringlichkeit, es hätte ja auch reversibel sein können. Es gab für mich keinen Akuttermin.
Vor Ort wurde Wochen später die übliche Diagnostik (glücklicherweise) ohne Befund abgehandelt. Auch wenn es einige Zeit zurückliegt, macht mich der Umgang in diesem Termin sprachlos und veranlasst mich zu dieser Bewertung.
Ich wurde mit meiner Diagnose alleine gelassen und auf meine Äußerungen, dass es eventuell muskuläre Verspannungen mitverantwortlich sein konnten, habe wurde der Arzt laut und entgegnete aufbrausend, warum ich denn dann keinen Sport machen würde. Dass es durchaus relevante begleitende Erkrankungen, z.B. CMD, gibt, die hier relevant sein können, wurde nicht einmal abgefragt.
Behandlungsmethoden von Hörgerät, Physio bis Kognitive Verhaltenstherapie oder weitere Möglichkeiten wurden weder angeboten noch angesprochen. Eine Hörbahnmessung wäre noch eine weitere Diagnostik gewesen, der aber schon vorweg genommen wurde, dass diese kein Ergebnis bringen würde.
Ich bin nicht mit der Erwartung gekommen, dass es für meinen Tinnitus eine Heilung gibt, aber mit der Hoffnung auf weitere Ideen, die mir helfen könnten damit umzugehen. Stattdessen werde ich verbal angegangen und dann mehr oder weniger alleine gelassen. Auch heute nach einer großen Lernkurve dazu bin ich immer noch der Ansicht, dass man einem Patienten mit etwas Empathie begegnen kann, auch wenn man keine Lösungsansätze hat.
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