Inzwischen bin ich dieser Praxis gegenüber mit gemischten Gefühlen eingestellt. Die Ärztinnen und Ärzte sind fachlich gut, unabhängig davon, wer gerade Zeit hat und im Behandlungszimmer ist immer eine nette Stimmung.
Per E-Mail ist die Praxis ebenfalls gut zu erreichen, wenn telefonisch niemand erreichbar ist; meist erhalte ich innerhalb eines halben Tages...
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Inzwischen bin ich dieser Praxis gegenüber mit gemischten Gefühlen eingestellt. Die Ärztinnen und Ärzte sind fachlich gut, unabhängig davon, wer gerade Zeit hat und im Behandlungszimmer ist immer eine nette Stimmung.
Per E-Mail ist die Praxis ebenfalls gut zu erreichen, wenn telefonisch niemand erreichbar ist; meist erhalte ich innerhalb eines halben Tages eine Antwort.
Das große Problem ist jedoch, überhaupt einen Termin zu bekommen. Egal, wann ich mich gemeldet habe: Es gibt keine Termine. Dabei spreche ich nicht nur von akuten Schmerzen, sondern auch ganz grundsätzlich von Wartezeiten von ein bis zwei Wochen – ebenfalls aussichtslos.
Konkret hatte ich ein stark entzündetes Ohr, das so stark geschwollen war, dass ich schlecht hörte und es wortwörtlich nicht aufhörte plötzlich auch zu bluten. Zusätzlich schwoll bereits mein Kiefer an. In der freien Sprechstunde hatte ich trotz 30 Minuten vor eigendlichen Beginn keine Chance, dranzukommen. Mir wurde lediglich gesagt, ich solle ein anderes Mal wiederkommen.
Bereits in der Woche zuvor hatte ich mit leichten Schmerzen und weniger Symptomem versucht, einen Termin zu bekommen – ebenfalls ohne Erfolg.
Ich erklärte, dass der Schwindel inzwischen so stark sei, dass ich nicht wisse, ob ich überhaupt noch Auto fahren könne – und das direkt vor Weihnachten. Wie es weitergehen solle, schien der Dame am Telefon jedoch egal zu sein.
Am nächsten Tag, nach Rücksprache mit der 116117 und der klaren Einschätzung, dass dringend ein HNO-Arzt auf mein Ohr schauen müsse, fuhr mich mein Freund am Morgen des ersten Weihnachtstages von Glücksburg nach Husum in die Notfallpraxis. Dort wurde ich schließlich behandelt, wofür ich sehr dankbar bin. Mit zwei Antibiotika, Schmerzmitteln und weiterer Medikation konnte ich zunächst wieder nach Hause.
Ich bin sehr enttäuscht, dass ich trotz eines deutlich schlechten Anamnesebildes mehrfach vertröstet wurde, sich mein Zustand weiter verschlechterte und sich niemand der Situation angenommen hat.
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