Ich habe mich im Juli 2025 in der Praxis Jugendliebe einer Stirnverkürzungsoperation (Forehead Reduction) sowie einem Brauenlift unterzogen. Ich bereue diese Entscheidung jeden Tag.
Meine Entscheidung für diese Praxis fiel aufgrund der anfänglich sehr sympathischen, vertrauensvollen Kommunikation. Die Beratungsgespräche (per Zoom) wirkten empathisch und prof...
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Ich habe mich im Juli 2025 in der Praxis Jugendliebe einer Stirnverkürzungsoperation (Forehead Reduction) sowie einem Brauenlift unterzogen. Ich bereue diese Entscheidung jeden Tag.
Meine Entscheidung für diese Praxis fiel aufgrund der anfänglich sehr sympathischen, vertrauensvollen Kommunikation. Die Beratungsgespräche (per Zoom) wirkten empathisch und professionell, weshalb ich die Anreise von Berlin nach Köln bewusst in Kauf genommen habe. Rückblickend war dieser positive Eindruck leider trügerisch.
Die Realität begann nach der Operation.
Die Aufwach- und Nachsorgesituation empfand ich als absolut unzureichend und entwürdigend: Ich lag allein, stark frierend, in einem durchnässten OP-Hemd, ohne Klingel oder Möglichkeit, Hilfe zu rufen. Die operierenden Ärztinnen befanden sich bei lauter Musik im Nebenraum in einer nachfolgenden Operation. Nach etwa einer Stunde sah ich mich gezwungen, mich selbst von medizinischen Geräten zu trennen, um mich zumindest des nassen OP-Hemdes zu entledigen.
In den Wochen nach der Operation kam es zu massiven Komplikationen in Form von Nekrosen im Operationsgebiet (Kopfhaut). Trotz einer umfangreichen Fotodokumentation sowie eines Notfallberichts der Charité, der eine dringende medizinische Abklärung nahelegte, wurden meine Sorgen von der Praxis bagatellisiert und medizinisch aus meiner Sicht falsch eingeordnet. Statt einer adäquaten Reaktion erhielt ich unter anderem Hinweise auf „kreisrunden Haarausfall“ und Minoxidil, völlig losgelöst vom tatsächlichen Befund.
Besonders schockierend war für mich eine Mail von Frau Prof. Dr. Schiefer, Praxispartnerin von Frau Dr. Kästner. In dieser wurde in keiner Weise auf mein medizinisches Problem eingegangen. Stattdessen wurde versucht, meine Wahrnehmung der Ereignisse, inklusive der Aufwachphase, als „verwirrt“ darzustellen. Diese Kommunikation empfand ich als respektlos und als Versuch, Tatsachen umzudeuten und sich rechtlich abzusichern, statt Verantwortung zu übernehmen.
Bis heute, über ein halbes Jahr nach der Operation, wurde mir trotz mehrfacher schriftlicher Aufforderung kein vollständiger OP-Bericht zur Verfügung gestellt, sondern lediglich ein Entlassbrief mit oberflächlichen Patienteninformationen. Ein OP-Bericht ist jedoch zwingend erforderlich, um den Eingriff medizinisch und gutachterlich aufarbeiten zu können. Dass dieser mir bis heute nicht vorliegt, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Das Ergebnis für mich: Ich leide unter einem ausgedehnten Narbengebiet, massivem Haarverlust und erheblichen ästhetischen Beeinträchtigungen. Um wieder eine gesellschaftsfähige Situation herzustellen, bin ich gezwungen, hohe private Folgekosten zu tragen.
Ich rate dringend jedem von einem Stirn- oder Brauenlift ab, dem seine Haare wichtig sind.
Vor allem aber rate ich ausdrücklich von einer Behandlung in dieser Praxis ab, aufgrund mangelhafter Nachsorge, fehlender Verantwortungsübernahme und einer aus meiner Sicht inakzeptablen ärztlichen Kommunikation im Komplikationsfall.
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