Ich war bei Dr. Finner zur Untersuchung meines Haarausfalls und muss leider sagen, dass ich den Termin insgesamt als enttäuschend empfunden habe.
Der Arzt wirkte auf mich weder besonders sympathisch noch empathisch – dabei ist Haarausfall, gerade für Frauen, ein sehr sensibles Thema. Wenn man sich bewusst für eine privat zu zahlende Untersuchung entscheidet...
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Ich war bei Dr. Finner zur Untersuchung meines Haarausfalls und muss leider sagen, dass ich den Termin insgesamt als enttäuschend empfunden habe.
Der Arzt wirkte auf mich weder besonders sympathisch noch empathisch – dabei ist Haarausfall, gerade für Frauen, ein sehr sensibles Thema. Wenn man sich bewusst für eine privat zu zahlende Untersuchung entscheidet, wünscht man sich eine freundlichere, einfühlsamere Atmosphäre und das Gefühl, wirklich ernst genommen zu werden.
Es wurden zwar einige Tests durchgeführt, die anschließende Beratung empfand ich jedoch als oberflächlich. Mir wurde erklärt, mein Haarausfall sei „typisch im Alter“, ohne dass genauer auf mögliche individuelle Ursachen eingegangen wurde. Meine Frauenärztin hatte mir geraten, einen Trichomed aufzusuchen, nachdem hormonelle Ursachen ausgeschlossen waren. Sie hatte sich Zeit genommen, meine Lebensumstände, Ernährung und mögliche Stressfaktoren anzusprechen – genau das habe ich in diesem Termin völlig vermisst.
Da ich im Anamnesebogen angegeben hatte, dass ich Vegetarierin bin, wurde mir lediglich geraten, mehr Fleisch zu essen. Weder mein allgemeiner Ernährungsstil noch mögliche Nährstoffmängel oder mein Lebensstil wurden hinterfragt. Besonders kritisch empfinde ich, dass ich als 34-jährige Frau mit möglichem Kinderwunsch keinerlei Beratung zu den Risiken von Minoxidil erhalten habe – dieses Medikament wird auch zur Blutdruckbehandlung eingesetzt und sollte bei Kinderwunsch vorsichtig oder gar nicht angewendet werden. Das Thema Kinderwunsch wurde vom Arzt nicht einmal angesprochen.
Auf meiner Rechnung stehen die Diagnosen Alopezie, Nävi und Dermatitis. Zu den beiden letzten wurde während des Termins allerdings kein Wort gesagt. Ich weiß bis heute nicht, wo sich diese Nävi befinden, ob sie kontrolliert werden sollten oder warum eine Dermatitis diagnostiziert wurde – ich habe weder Schuppen noch Juckreiz.
Auch die verschriebenen Pflegeprodukte bezogen sich ausschließlich auf den Haarausfall und summierten sich auf mehrere Hundert Euro – ohne dass vorher transparent über die Kosten gesprochen wurde.
Insgesamt fühle ich mich nach dem Termin weder medizinisch noch menschlich gut betreut. Die Ursache meines Haarausfalls ist weiterhin unklar, und ich habe das Gefühl, dass die Beratung stark standardisiert war, anstatt individuell auf mich und meine Lebenssituation einzugehen.
Ich werde mir daher eine zweite Meinung einholen – in der Hoffnung, dass dort wirklich nach den Ursachen gesucht wird, anstatt direkt das vermeintliche Allheilmittel Minoxidil zu verschreiben.
Fazit: Für mich leider keine zufriedenstellende Erfahrung. Weder die Empathie noch die individuelle Beratung und Aufklärung entsprechen dem, was man sich bei einer solchen spezialisierten und kostenintensiven Untersuchung erhofft.
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