
Filler-Nekrose ist eine seltene, aber ernst zu nehmende Komplikation nach einer Fillerbehandlung. Sie kann entstehen, wenn die Blutversorgung eines Hautbereichs durch einen Gefäßverschluss gestört wird. Ohne ausreichende Durchblutung erhält das Gewebe zu wenig Sauerstoff und kann geschädigt werden.
Mögliche Warnzeichen sind eine ungewöhnlich blasse oder marmorierte Haut, zunehmende Schmerzen und ein kalt wirkender Hautbereich. Diese Beschwerden sollten sofort durch die behandelnde Ärztin, den behandelnden Arzt oder die Klinik beurteilt werden.
Bei plötzlichen Sehstörungen, Sehverlust oder neurologischen Auffälligkeiten muss sofort der Notruf 112 verständigt werden. Informieren Sie zusätzlich die behandelnde Klinik.
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Meist geht einer Filler-Nekrose eine vaskuläre Okklusion voraus. Dabei gelangt Filler versehentlich in ein Blutgefäß oder übt von außen Druck auf ein Gefäß aus. Das Blut kann anschließend nicht mehr ausreichend durch das betroffene Hautgebiet fließen.
Bestimmte Gesichtsbereiche besitzen eine komplexe oder besonders empfindliche Gefäßversorgung. Dazu gehören:
Nase und Nasenspitze;
Lippen;
Bereich zwischen den Augenbrauen;
Nasolabialfalte.
Besonders bei Nasenfillern sind genaue anatomische Kenntnisse und eine sorgfältige Injektionstechnik wichtig. Das Risiko lässt sich durch eine fachgerechte Behandlung reduzieren, jedoch nicht vollständig ausschließen.
Die Beschwerden können bereits während der Behandlung, kurz danach oder mit einer gewissen Verzögerung auftreten. Nicht alle Warnzeichen müssen gleichzeitig vorhanden sein.
Mögliche frühe Anzeichen sind:
plötzlich weiße oder auffällig blasse Haut;
ungewöhnlich starke, brennende oder zunehmende Schmerzen;
ein deutlich kälter wirkender Hautbereich;
eine Verfärbung, die sich über das behandelte Gebiet hinaus ausbreitet.
Starke Schmerzen können ein wichtiges Warnsignal sein. Fehlende Schmerzen schließen eine Durchblutungsstörung jedoch nicht sicher aus.
Bei anhaltend eingeschränkter Durchblutung kann sich die Haut blau, violett oder netzartig marmoriert verfärben. Dieses Muster wird medizinisch als Livedo reticularis bezeichnet.
Ohne rechtzeitige Behandlung kann die Haut dunkler werden, an Gefühl verlieren oder geschädigte Stellen entwickeln. Warten Sie bei solchen Veränderungen nicht auf eine selbstständige Besserung.
Leichte Schwellungen, Rötungen, Druckempfindlichkeit und kleine Blutergüsse können nach einer Fillerbehandlung auftreten. Diese Beschwerden sollten normalerweise allmählich abnehmen.
Für einen möglichen Gefäßverschluss sprechen eher:
eine weiße oder ungewöhnlich blasse Haut;
eine violette oder marmorierte Verfärbung;
starke oder zunehmende Schmerzen;
ein kalt wirkender Hautbereich;
Beschwerden, die sich schnell verschlimmern oder ausbreiten.
Auch bei Unsicherheit sollte die behandelnde Klinik sofort kontaktiert werden. Eine Beurteilung anhand von Fotos oder Beschreibungen allein reicht möglicherweise nicht aus.
Warten Sie nicht darauf, dass die Beschwerden von selbst verschwinden. Massieren, drücken, kühlen oder erwärmen Sie den betroffenen Bereich nicht eigenständig, sofern Sie dazu keine ausdrückliche ärztliche Anweisung erhalten haben.
Versuchen Sie außerdem nicht, den Filler selbst zu behandeln oder aufzulösen. Die geeigneten Maßnahmen hängen unter anderem vom verwendeten Produkt, der betroffenen Region und der Durchblutung ab.
Kontaktieren Sie unverzüglich die behandelnde Ärztin, den behandelnden Arzt oder die Klinik. Können Sie dort niemanden erreichen und verschlechtert sich der Zustand, wenden Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder eine Notaufnahme.
Die Behandlung richtet sich nach den Beschwerden, dem betroffenen Hautgebiet und dem verwendeten Filler. Zunächst beurteilt die Ärztin oder der Arzt die Durchblutung und die Ausdehnung der Hautveränderung.
Wurde ein Hyaluronsäurefiller verwendet, kann Hyaluronidase eingesetzt werden, um das Material abzubauen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zum Auflösen von Hyaluron-Fillern.
Nicht jeder Filler lässt sich mit Hyaluronidase auflösen. Abhängig vom Befund können weitere ärztliche Maßnahmen, engmaschige Kontrollen oder eine Überweisung in ein Krankenhaus notwendig sein. Die Behandlung darf ausschließlich durch medizinisch qualifizierte Fachpersonen erfolgen.
Die Heilung hängt davon ab, wie stark und wie lange die Blutversorgung beeinträchtigt war und wie schnell eine geeignete Behandlung begonnen wurde.
Bei frühzeitiger Erkennung kann sich die Haut in manchen Fällen ohne bleibende Schäden erholen. Bei einer länger anhaltenden Durchblutungsstörung können jedoch Hautschäden, Pigmentveränderungen oder Narben zurückbleiben.
Regelmäßige ärztliche Kontrollen können notwendig sein, um die Heilung zu beurteilen. Auch eine sorgfältig ausgeführte Fillerbehandlung kann das Komplikationsrisiko nicht vollständig ausschließen.








Eine Filler-Nekrose ist eine Gewebeschädigung infolge einer unzureichenden Blutversorgung. Häufig geht ihr ein Gefäßverschluss nach einer Fillerbehandlung voraus.
Warnzeichen können bereits während der Behandlung oder innerhalb der folgenden Stunden auftreten. Manche Beschwerden entwickeln sich erst allmählich.
Mögliche Warnzeichen sind auffällig blasse Haut, zunehmende Schmerzen, ein kalt wirkender Hautbereich sowie violette oder marmorierte Verfärbungen. Die Beschwerden müssen ärztlich beurteilt werden.
Ein Verdacht auf eine Durchblutungsstörung erfordert eine sofortige medizinische Beurteilung. Warten Sie nicht bis zum nächsten Tag oder bis sich die Beschwerden weiter verschlimmern.
Rufen Sie bei plötzlichen Sehstörungen oder Sehverlust sofort den Notruf 112. Informieren Sie außerdem die behandelnde Klinik über die vorausgegangene Fillerbehandlung.
Warten Sie bei einem Verdacht nicht auf eine selbstständige Besserung. Eine gestörte Blutversorgung muss unverzüglich ärztlich beurteilt werden.
Nein. Hyaluronidase wird vor allem zum Abbau von Hyaluronsäurefillern eingesetzt. Welche Behandlung geeignet ist, hängt vom verwendeten Produkt und dem medizinischen Befund ab.
Das ist möglich. Je länger das Gewebe unzureichend durchblutet wird, desto größer kann das Risiko für Hautschäden oder Narben sein.
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