
Hyaluronidase ist ein Enzym, das Hyaluronsäure abbaut. In der ästhetischen Medizin kann es eingesetzt werden, um Hyaluronsäure-Filler teilweise oder vollständig aufzulösen.
Eine Behandlung kommt beispielsweise bei Migration, Knubbeln, Asymmetrien oder einer Überkorrektur infrage. Hyaluronidase wirkt jedoch nicht bei allen Fillern. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie die Behandlung abläuft, welche Risiken bestehen und worauf Sie beim Vergleich von Kliniken achten können.

Hyaluronidase ist ein Enzym, das die Struktur von Hyaluronsäure abbaut. Dadurch kann eine Ärztin oder ein Arzt unerwünschte Ergebnisse einer Behandlung mit Hyaluronsäure-Fillern korrigieren.
Wie viel Hyaluronidase benötigt wird, hängt unter anderem vom verwendeten Filler, der injizierten Menge, der behandelten Region und dem gewünschten Umfang der Korrektur ab. Manchmal genügt eine Sitzung. Bei größeren Mengen oder komplexeren Korrekturen können mehrere Behandlungen erforderlich sein.
Behandlungsdauer: häufig etwa 15 bis 30 Minuten
Betäubung: meist nicht erforderlich; bei Bedarf ist eine Betäubungscreme möglich
Erste Veränderung: häufig innerhalb von 24 bis 48 Stunden erkennbar
Beurteilung: meist nach ungefähr einer Woche
Mögliche Ausfallzeit: leichte Reaktionen können einige Tage anhalten
Geeignet für: Filler auf Basis von Hyaluronsäure
Anzahl der Sitzungen: abhängig von Filler, Menge und Behandlungsziel
Die Angaben sind Richtwerte. Der tatsächliche Verlauf kann von Person zu Person unterschiedlich sein.
Eine Ärztin oder ein Arzt kann Hyaluronidase empfehlen, wenn ein Ergebnis mit Hyaluronsäure-Fillern korrigiert werden soll.
Mögliche Gründe sind:
verschobener oder migrierter Filler;
tastbare Knubbel oder Unregelmäßigkeiten;
Asymmetrie;
Überkorrektur;
ein bläulicher Schimmer durch oberflächlich liegenden Filler;
ein kosmetisches Ergebnis, das nicht den Erwartungen entspricht.
Hyaluronidase kann außerdem bei bestimmten Fillerkomplikationen Teil einer medizinischen Behandlung sein. Bei starken zunehmenden Schmerzen, ungewöhnlicher Blässe oder auffälligen Hautverfärbungen nach einer Fillerbehandlung ist eine umgehende ärztliche Beurteilung erforderlich.
Während der Injektion können kurze Einstiche oder ein leicht brennendes Gefühl auftreten. Bei empfindlichen Regionen kann vorher eine Betäubungscreme verwendet werden.
Nach der Behandlung sind vorübergehende Rötungen, Schwellungen, Druckempfindlichkeit oder blaue Flecken möglich. Diese Reaktionen klingen häufig innerhalb weniger Tage ab. Die Dauer hängt von der Region, der verwendeten Menge und der individuellen Reaktion ab.
Hyaluronidase wirkt auf Filler, deren Hauptbestandteil Hyaluronsäure ist. Dazu gehören viele Produkte der Marken Juvéderm, Restylane, Teosyal, Stylage und Belotero.
Ob sich ein Filler vollständig auflösen lässt, hängt unter anderem von seiner Zusammensetzung, der verwendeten Menge, der Behandlungsregion und der bisherigen Liegedauer ab.
Permanente Filler und die meisten biostimulierenden Filler reagieren nicht oder kaum auf Hyaluronidase. Ist das verwendete Produkt unbekannt, kann vor der Behandlung eine genauere Untersuchung erforderlich sein. In bestimmten Fällen kann eine Ultraschalluntersuchung helfen, Material und Lage des Fillers einzuschätzen.
Das Enzym beginnt nach der Injektion mit dem Abbau von Hyaluronsäure. Direkt nach der Behandlung können Schwellungen das Ergebnis zunächst verdecken.
Eine erste Veränderung ist häufig innerhalb von 24 Stunden sichtbar. Nach 24 bis 48 Stunden kann das Ergebnis deutlicher werden. Eine verlässlichere Beurteilung erfolgt meist nach etwa einer Woche.
Bei älteren, stark vernetzten oder in größerer Menge eingesetzten Fillern kann eine weitere Sitzung notwendig sein.
In vielen Fällen ist eine erneute Behandlung mit Hyaluronsäure-Fillern möglich. Der geeignete Zeitpunkt hängt vom Grund für das Auflösen, dem Zustand des Gewebes und der ärztlichen Beurteilung ab.
Nach einer medizinischen Komplikation sollte zunächst die vollständige Heilung der behandelten Region abgewartet werden.
Mögliche vorübergehende Reaktionen sind:
Schwellung;
Rötung;
Druckempfindlichkeit;
leichte Schmerzen;
blaue Flecken;
eine unvollständige Korrektur.
Eine allergische Reaktion ist selten, kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt prüft anhand der Anamnese, ob besondere Vorsichtsmaßnahmen sinnvoll sind.
Hyaluronidase kann vorübergehend auch körpereigene Hyaluronsäure in der behandelten Region beeinflussen. Umfang und Erholung können individuell unterschiedlich sein. Weitere allgemeine Informationen finden Sie unter Filler-Nebenwirkungen.
Wenn sich Hyaluronsäure-Filler außerhalb der ursprünglich behandelten Region befinden, kann eine teilweise oder vollständige Auflösung erwogen werden. Mehr dazu lesen Sie auf der Seite über Filler-Migration.
Bei kleineren Knubbeln kann eine gezielte Teilkorrektur ausreichen. Zuvor sollte geklärt werden, ob die Veränderung tatsächlich durch Filler verursacht wird.
Ein bläulicher Schimmer kann entstehen, wenn Hyaluronsäure-Filler zu oberflächlich liegen. In geeigneten Fällen kann Hyaluronidase das Material abbauen.
Bei einem möglichen Gefäßverschluss kann Hyaluronidase Teil einer dringenden medizinischen Behandlung sein. Eine schnelle ärztliche Untersuchung ist entscheidend. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite über Filler-Nekrose.
Die Kosten unterscheiden sich je nach Klinik und Umfang der Korrektur. Eine kleine lokale Behandlung benötigt häufig weniger Material und Zeit als das vollständige Auflösen einer größeren Fillermenge.
Wichtige Kostenfaktoren sind:
Größe und Lage der behandelten Region;
Art und Menge des vorhandenen Fillers;
benötigte Menge an Hyaluronidase;
Komplexität der Korrektur;
Anzahl der Sitzungen;
mögliche Kontrolltermine oder Ultraschalluntersuchungen.
Während des Beratungsgesprächs sollte die Klinik erklären, welche Leistungen im genannten Preis enthalten sind. Allgemeine Informationen zu den Kosten von Fillerbehandlungen finden Sie unter Filler-Preise.
Das Auflösen von Fillern erfordert eine genaue Beurteilung der behandelten Region und gute anatomische Kenntnisse. Achten Sie deshalb auf:
Erfahrung mit Hyaluronidase und Fillercorrekturen;
eine gültige ärztliche Approbation;
Erfahrung mit möglichen Fillerkomplikationen;
eine klare Aufklärung über Nutzen, Grenzen und Risiken;
transparente Kosten;
geregelte Nachkontrollen;
unabhängige Patientenbewertungen.
Bei komplexen Korrekturen kann Erfahrung mit Ultraschall sinnvoll sein. Lesen Sie auch, worauf Sie bei der Wahl eines Filler-Arztes und einer Filler-Klinik achten können.
Vergleichen Sie Kliniken nach Erfahrung mit Fillercorrekturen, ärztlicher Qualifikation, Kosten, Nachsorge und Patientenbewertungen.
In einem persönlichen Beratungsgespräch kann beurteilt werden, ob Hyaluronidase für Ihre Situation geeignet ist und ob eine teilweise oder vollständige Auflösung sinnvoll erscheint.








Hyaluronidase ist ein Enzym, das Hyaluronsäure abbaut. In der ästhetischen Medizin wird es verwendet, um Hyaluronsäure-Filler teilweise oder vollständig aufzulösen.
Der Abbau beginnt nach der Injektion. Eine erste Veränderung kann innerhalb von 24 bis 48 Stunden sichtbar werden. Das Ergebnis wird häufig nach etwa einer Woche beurteilt.
Nein. Das Enzym wirkt auf Filler auf Hyaluronsäurebasis. Permanente und die meisten biostimulierenden Filler lassen sich damit nicht auflösen.
Das ist bei Hyaluronsäure-Fillern häufig möglich, aber nicht garantiert. Das Ergebnis hängt vom Produkt, der Menge, der Region und der bisherigen Liegedauer ab.
Ja. Eine gezielte Teilkorrektur kann beispielsweise bei einer leichten Asymmetrie, einem Knubbel oder einer lokalen Überkorrektur infrage kommen.
Wenn die Migration durch einen Hyaluronsäure-Filler verursacht wurde, kann das verschobene Material möglicherweise teilweise oder vollständig aufgelöst werden.
Das ist nicht in jeder Situation gleich. Die Ärztin oder der Arzt entscheidet anhand Ihrer Krankengeschichte und individuellen Risikofaktoren, ob ein Test oder weitere Vorsichtsmaßnahmen sinnvoll sind.
Der Zeitpunkt hängt vom Behandlungsgrund und vom Heilungsverlauf ab. Nach einer Komplikation sollte das Gewebe zunächst vollständig verheilt und ärztlich kontrolliert sein.
Manchmal genügt eine Sitzung. Bei größeren Mengen, älteren Fillern oder komplexen Korrekturen können weitere Behandlungen erforderlich sein.
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